Alles begann 1991…

Kaffeekannen und Geschirr klappern im Versammlungsraum auf dem Verbindungsgang zwischen dem ehemaligen Kinosaal und Verwaltungshaus. Um eine lange Tafel sitzen Frauen und Männer. Wolfgang Kudla, (damals wie heute) einer der Streitbaren für das Werkstattprojekt der Diakonie, ist unruhig. Die Fahrzeuge, die die Behinderten aus ihren Wohnorten im Landkreis und in Schwerin abholen sollen, sind überfällig. Kurz nach 8.30 Uhr fährt eine junge Frau mit ihrem Rollstuhl herein, im Gefolge Betreuer und insgesamt elf Behinderte.

Wolfgang Kudla begrüßt sie: " Wir wollen unsere gemeinsame Idee ausleben". (Schweriner Volkszeitung, 10. Januar 1991)

So ging es am ersten Werkstatttag, ein Jahr und einen Tag nach Vertragsunterzeichnung 1992 zu. Heute sind es bereits 252 Menschen mit geistiger, körperlicher oder seelischer Behinderung, die hier ihre Aufgaben und ihren Platz gefunden haben.

Von den ersten Werkstattbereichen Korbflechterei, Tierpflege, Montage bis zu unseren jüngsten Arbeitsfeldern, der Wäscherei und dem Biohof Zietlitz setzen wir unsere Ideen für ein gemeinsames Leben, Arbeiten und Wirken nach christlichen und humanistischen Grundsätzen um.

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